Pergamon für Arme?

Museumsquartier Die Diskussion um die Außenwirkung des Museumsquartiers beschäftigte vergangene Woche den Gemeinderat. Um Muqua-Chef Günther Bischof ranken sich Spekulationen.

Politik | Thomas Rottenberg | aus FALTER 13/99 vom 31.03.1999

Heidemarie Unterreiner weiß: "Der Zug im Innenhof ist abgefahren." Dennoch nutzte die FPÖ-Kultursprecherin die Gelegenheit, vergangenen Freitag im Gemeinderat ausführlich zu betonen, daß die FPÖ immer noch gegen das Museumsquartier sei. Auch für den Vorplatz, dessen Gestaltung nach Berichten im Falter heftig diskutiert wird, hat Unterreiner eine Idee: Das "Heroon von Prysa", ein griechisches Heldengrab aus der lykischen Zeit, kann sie sich dort vorstellen, wo heute zwei Würstelstände sind: "Wie das Pergamon-Museum in Berlin." Die grüne Gemeinderätin Friedrun Huemer erschauert: "Die FPÖ hat den Kulturkampf wieder aufgenommen." Just in einer Zeit, in der die Politik die überregionale Bedeutung von Europas größter Kulturbaustelle erkennt, macht sie das nicht froh.

Vergangenen Freitag wurde im Rathaus daher heftig über das Muqua gestritten: Das LIF fordert einen Ideenwettbewerb, der Vorplatz und Stadtanbindung definieren soll. Die Grünen wollen, daß Muqua-Wettbewerbsgewinner


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