Unkontrollierte Multiplexe

Kinos: Vor wenigen Wochen wurde die Kiba verkauft. Der "Falter" sprach mit Österreichs größtem Kinomacher, Constantin-Geschäftsführer Christian Langhammer, über die veränderte Kinolandschaft, die Kiba und die Konkurrenz der Multiplexe.

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 13/99 vom 31.03.1999

Christian Langhammer, 39, ist Geschäftsführer der Constantin-Film und damit Österreichs größter Kinomacher. Der Betrieb, seinem Selbstverständnis zufolge ein österreichisches Traditionsunternehmen, wurde als Dependance der Verleih- und Produktionsfirma Constantin Deutschland gegründet. Heute, unzählige Gesellschafterveränderungen später, steht die Constantin-Film-Holding zu zwei Dritteln im Besitz der Sigmascope, einer Firma des deutschen Medienmoguls Leo Kirch; zehn Prozent hält Ing. Christian Langhammer, den Rest ein Schweizer Unternehmen.

Anlaß für das Gespräch war die Auflösung der einst gemeindeeigenen Kinobetriebsgesellschaft Kiba durch die Wiener Holding: Die sogenannten Altstandorte wurden von einer heimischen Investorengemeinschaft um den Immobilienmakler Günter Kerbler übernommen, ihre Anteile an den Multiplex-Betriebsgesellschaften Cineinvest und Cineplexx - an denen Kiba und Constantin bislang jeweils 50 Prozent hielten - dagegen an die Constantin veräußert.


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