Endstation Sehnsucht

Kunst: Das grassierende Kuba-Fieber hat soeben die Wiener Kunsthalle erfaßt, wo Arbeiten zehn kubanischer Künstler und Künstlerinnen präsentiert werden, ohne die exotischen Sehnsüchte der Betrachter allzu nachhaltig zu gefährden.

Kultur | Patricia Grzonka | aus FALTER 13/99 vom 31.03.1999

Kuba boomt wie nie zuvor. Kaum eine Woche vergeht, in der nicht die Meldung über eine dem Vergessen entrissene Son-Band auftaucht, und kaum ein Jahr, da in Österreich keine Kuba-Ausstellung stattfindet. Nach "The Havanna-Project" im MAK ist nun die Kunsthalle mit "Cuba. Landkarten der Sehnsucht" an der Reihe. Kunsthallen-Direktor Gerald Matt hat zusammen mit dem kubanischen Kurator Eugenio Valdes Figueroa zehn Künstler und Künstlerinnen ausgewählt: Eduardo Aparicio, Tania Bruguera, Carlos Garaicoa, Abigail Gonzalez, Felix Gonzalez-Torres, Kcho, Ana Mendieta, Marta Maria Perez Bravo, Manuel Pina, Ernesto Pujol. Eines der international bekanntesten Werke kubanischer Gegenwartskunst hat der in Havanna lebende Alexis Leyva Machado, genannt Kcho, gleich im Eingang plaziert: eine Installation konzentrisch angeordneter Blechboote, die alle auf einen Punkt zusammenzulaufen scheinen und als Metapher für die ausweglose Situation Kubas gedeutet wurden. Was aber Kurator Figueroa so nicht gelten


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige