Einer flog übers Wespennest

Literaturzeitschriften "kolik"-Herausgeber Gustav Ernst zieht in einer wüsten Polemik gegen das "Wespennest" vom Leder. Richtungsstreit oder bloße Revierstreitigkeit?


Klaus Nüchtern
Kultur | aus FALTER 13/99 vom 31.03.1999

Der unmittelbare Anlaßfall liegt mittlerweile über zwei Jahre zurück. Die Wut hat gehalten. In einem 20seitigen Editorial zur jüngsten Ausgabe der 1997 erstmals erschienenen Literaturzeitschrift kolik hat Herausgeber Gustav Ernst noch einmal abgerechnet - mit seinem ehemaligen Kompagnon, Wespennest-Herausgeber Walter Famler, und mit dem von Famler maßgeblich geprägten "neuen" Wespennest, das in den letzten Jahren nicht nur layouterisch überarbeitet wurde, sondern sich auch von einer Literaturzeitschrift immer stärker in Richtung einer literarisch-essayistischen Publikation mit starkem Interesse an zeitgenössischer Musik (das jüngste Heft enthält zum Beispiel ein Porträt der jungen Komponistin Olga Neuwirth) entwickelt hat. Etwas, das Ernst samt und sonders als postmoderner "Kulturschleim", als "Kulturmüll-Sammellager", als der "übliche Feuilletonschmarren", kurz und gut: als "Scheißdreck" gilt.

Ernst, der am Wespennest, der 1969 von Peter Henisch und Helmut Zenker gegründeten

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