Phettbergs Predigtdienst: Nun bewiesen: Kein Ostern für uns!

... Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest; denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen ... Joh 20, 1-18 (Evangelium am Ostersonntag)

Stadtleben | aus FALTER 13/99 vom 31.03.1999

Meine Mutter ist jetzt 1 1/2 Jahre tot. Sie hätte eingegriffen. Sie hätte nicht tatenlos zugesehen. Es mag sein, daß es viele gäbe, die im Jenseits alles hinnähmen, wie sie es vorgesetzt kriegten, aber ich und meinesgleichen würden das nicht tun. Auch wäre ich als Auferstandener nicht behäbig und freßsüchtig, sondern, lt. hl. Dominicus, seelisch und körperlich fit. Zuerst stellte sich die Frage, warum ich minderer sein sollte als Gott, der Herr? Auf ewig minderer? Ewig gehorchen, die Regeln des Herrn befolgen? Nie ein Jucken verspüren, wie es besser wäre? Kein Recht auf Irrtum? So frei sein, daß Irren gar nicht mehr möglich ist? Das kann ich mir von mir nicht vorstellen.

Es ist herrschende Lehre, daß wir als konkrete Person mit Leib, Gehirn und Seele im Jenseits identisch redupliziert werden. Wir werden also nicht transponiert und im Jenseits repariert, sondern wir werden präzise nachgebaut, unter Weglassung unserer Krankheiten und Gebrechen. Vollkommen schön, vollkommen


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