Alptraum und Wirklichkeit

Gesundheit: Gesundheit ist allen Österreichern wichtig - aber kaum einer tut etwas dafür. Eine Studie demonstriert die Diskrepanz zwischen Bewußtsein und Alltag.

Politik | Thomas Rottenberg | aus FALTER 14/99 vom 07.04.1999

Es gibt sie in fast jeder Meinungsumfrage, die sogenannte No-na-Frage. Sie wird von allen Befragten gleich beantwortet. "Haben Sie heute schon eingeatmet?" etwa oder "Spreche ich mit Ihnen?". Manchmal ist die No-na-Frage aber auch wichtig. Wenn, zum Beispiel, 100 Prozent bei einer Umfrage angeben, Gesundheit sei wichtig, schüttelt Dennis Beck den Kopf: "Schön wäre es. In Wirklichkeit zeigen uns diese 100 Prozent Zustimmung, wie groß die Kluft zwischen Bekenntnis und Praxis ist." Beck ist Geschäftsführer des Fonds Gesundes Österreich. 1998 wurde diese Institution zur Förderung der Gesundheitsvorsorge geschaffen, mit jährlich 100 Millionen Schilling, aus der Einfuhrumsatzsteuer auf Tabakwaren wird er gespeist. "Wir wollen", versucht Dennis Beck zu definieren, "der produktive Stachel im österreichischen Gesundheitssystem sein."

Am Dienstag stach Beck das erste Mal zu und präsentierte eine Umfrage über das Gesundheitsbewußtsein der Österreicher, die - so sind sich Geschäftsführer


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