Alsergrunder Abschreckung

Verkehr: Vor dem Franz-Josefs-Bahnhof wird der Verkehr neu geregelt. Ein Bezirksvorsteher wagt das Unerhörte: Er nimmt Autos Platz weg und gibt ihn Fußgängern.

Politik | Thomas Rottenberg | aus FALTER 14/99 vom 07.04.1999

Verkehrs- und Umweltstadtrat Fritz Svihalek will nichts zu der Angelegenheit sagen. Die Sache falle in den Bereich der Bezirksautonomie, da halte er sich raus. Und für ein Statement Svihaleks in seiner Funktion als ARBÖ-Präsident, erklärt sein (Rathaus-)Pressesprecher Horst Lassnig, "müssen Sie schauen, daß Sie es über den ARBÖ bekommen".

Hans Benke will und kann Svihalek die untypische Zurückhaltung nicht übelnehmen. "Svihalek versucht, keine Prügel zu bekommen", erklärt der Alsergrunder Bezirksvorsteher. Nachsatz: "Aber einmal muß man Farbe bekennen." Das tut Benke. Verkehrstechnisch. "Es ist Zeit, das Verkehrskonzept Wiens in die Realität umzusetzen", meint der Bezirkschef - und beginnt gleich an einem der zentralen Plätze des neunten Bezirks. Der Julius-Tandler-Platz soll vom Un-Platz zu einem Zentrum des Grätzels werden. Vor dem Franz-Josefs-Bahnhof, schreibt der beauftragte Architekt Timo Huber in einer Analyse, herrsche "eine unzureichende städtebauliche Situation",


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