Die Bei-Räterepublik

ÖVP: Mit der Gesellschaft geht es bergab. Meint zumindest Andreas Khol. Der VP-Klubobmann läßt deshalb mit seiner Vision von einer "Bürgergesellschaft" nicht locker.

Politik | Gerald John | aus FALTER 14/99 vom 07.04.1999

Es ist ein ernstes Thema an einem ernsten Tag." ÖVP-Klubobmann Andreas Khol und Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll sprechen am Karfreitag nicht über das Flüchtlingsdrama im Kosovo. Kein Kommentar. Auch nicht über etwaige Nato-Überflüge über Österreich. Kein Kommentar. Das Thema lautet "Heimat Bürgergesellschaft". Khol, frei nach SP-Querdenker Bruno Aigner: "Ich will mehr Wärme in der Gesellschaft."

Seit Monaten ist der Klubobmann kräftig am Heizen. Mit den Landeshauptleuten Erwin Pröll und Josef Pühringer (Oberösterreich) hat sich Khol Verstärkung beim Nachlegen geholt. Unter Federführung des Trios wurde ein Konzept produziert, das erst ausführlich diskutiert und dann auf einem VP-Parteitag eingebracht werden soll. Das Papier trägt eindeutig Khols Handschrift: "(...) zwischen hedonistischem Zeitgeist und spätmarxistischem Wildwuchs staatlicher Apparate, deren Kälte die Unterprivilegierten, Alten und Schwachen ausgeliefert sind", zieht der Text kulturpessimistisch


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