Wienzeug

Politik | aus FALTER 14/99 vom 07.04.1999

Tögl für Schlögl "Karl Schlögl. Bundesminister für Abschiebung, Ausgrenzung und Menschenverachtung." Der Text der Postkarte hat es in sich. Verfaßt hat die scharfe Note die "Plattform für offene Politik" (POP), eine Gruppe von ÖVP-Mitgliedern, die bisher mit Kritik an der Mutterpartei aufgefallen ist. Anlaß für die Attacke ist Innenminister Schlögls erste Reaktion auf die Frage, ob Österreich Flüchtlinge aus dem Kosovo aufnehmen werde. Es werde keine Aufnahmeaktion geben, hatte der Minister gesagt. "Der harte Tonfall ist gerechtfertigt", sagt Boris Marte, Plattform-Sprecher und Büroleiter von Wiens Kulturstadtrat Peter Marboe. "Es steht Österreichs Ruf auf dem Spiel. Deshalb dürfen wir nicht zimperlich sein." Ob auch die ÖVP als Regierungspartner ins Visier genommen wird? "Wir werden Druck machen", verspricht Marte. "Aber bei Flüchtlingen gibt es klare Verantwortlichkeiten."

Auf die lange Bank? Eltern wie Schüler am Gymnasium Vereinsgasse sind ratlos. Und verärgert. Nachdem


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