Melissa ist ein böses Virus

Internet: Melissa macht Mail-Server müde: Ein Virus rast um den Erdball und verursacht Angst in der Internet-Gemeinde. Aber was, um Himmels willen, hat Bart Simpson damit zu tun?

Medien | Hannes Stieger | aus FALTER 14/99 vom 07.04.1999

Fünfzehn Minuten Ruhm gönnte Andy Warhol jedem einzelnen. Für den Vater von "Melissa" wird ein wenig mehr abfallen - falls er überhaupt je gefunden wird. Melissa ist ein Computervirus, das sich derzeit in nie gekanntem Ausmaß rund um den Erdball weiterverbreitet. Erstmals am Freitag, den 26. März entdeckt, repliziert es sich selbst via E-Mail und frißt sich wie Buschfeuer durch die Datenleitungen.

"So etwas habe ich noch nie erlebt", schüttelt Srivats Sampath, General Manager der weltgrößten Antiviren-Softwareschmiede McAfee den Kopf. Das Melissa-Virus wird für so gefährlich gehalten, daß das FBI erstmals in seiner Geschichte eine Virenwarnung herausgegeben hat. Melissa markiert den Höhepunkt der Entwicklung von sogenannten Makroviren, die mit der Verbreitung des Textverarbeitungsprogramms Microsoft Word einhergehen.

Makroviren infizieren keine Programmdateien, wie bei Viren der alten Schule üblich. Sie greifen auf eine Word-eigene Makro-Programmiersprache zurück, die sonst


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