Home alone

Film: Neun österreichische Avantgardefilme als Wien-Premiere: "Home Stories" kann aber auch als eine Reihe von Studien zu Körpern und Räumen betrachtet werden

Kultur | Isabella Reicher | aus FALTER 14/99 vom 07.04.1999

Das fünfte Programm der Reihe "Home Stories" verweist auf die "Heimat" Kino, deren Bedingungen hier reflektiert werden: als Bearbeitung von belichtetem Ausgangsmaterial, als Arbeiten mit und an den technischen Voraussetzungen des Apparats und Trägermaterials oder als Kombination von beidem. Nana Swi-czinskys "Wieder Holung", einzige Animation im Programm, setzt dabei konsequent auf Schwarz und Weiß als einfachste sichtbare Unterscheidung, komplementäre Grundlage der Konstruktion einer filmischen Erzählung. Sie baut damit um ihre (gezeichnete) Heldin "reale" und imaginäre Räume, die ineinander übergehen, einander (und die Frau) durchdringen, die Grenzen zwischen Raum und Körper kurzzeitig auflösen und wieder neu, nur scheinbar sicher, festlegen.

"Outer Space" heißt Peter Tscherkasskys zweiter Cinemascope-Film. Im ersten, "L'Arrivee", kam im Vorjahr das Kino an - mit einem Bild vom Zug, der einfährt und mit seinem Double kollidiert -, bevor es dann doch noch ein Happy-End gibt.


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