Streifenweise

Kultur | aus FALTER 14/99 vom 07.04.1999

Gerne würde man den geneigten Filmfreunden hier Erfreuliches berichten, aber die Wirklichkeit sieht anders aus: Sie verstrickt zum Beispiel Familienväter wie den Detektiv Tom Welles (Nicholas Cage) in Ermittlungen im Hardcore-Pornomilieu, wo es erstens grundsätzlich glibbrig, finster und laut ist und zweitens ganz besonders fies zugeht. Ausgangspunkt für diesen Film von Joel Schumacher ist zunächst ein anderer, im Amateurformat gedreht (daher der Titel, "8 Millimeter"), auf dem ein junges Mädchen zu Tode gequält wird. Der Detektiv soll diesen Bildern eine (Vor-)Geschichte geben. Am Anfang steht die Empathie: Das Ausmaß der gefilmten Greuel soll uns der sich windende Körper des Zuschauers auf der Leinwand vermitteln (Darstellung: mangelhaft). Dann arbeitet Welles am filmischen Detail, vergrößert und seziert, eine saubere technische Angelegenheit. Und schließlich steigt er, geführt von einem Lotsen (Joaquin Phoenix), selbst hinab in die "Szene", und, so sagt uns der Film, wer


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