Töne & Gegentöne

Tanz: Anmerkungen zur zehnten Ausgabe des Festivals "Tanzsprache" im WUK - und zur Situation von Tanzfestivals in Wien überhaupt.

Kultur | Helmut Ploebst | aus FALTER 14/99 vom 07.04.1999

Die Festivalpolitik der vergangenen fünf Jahre war ziemlich schwachsinnig." Daniel Aschwanden, Choreograph und Leiter der Performance-Gruppe Bilderwerfer, wirft dem Großteil der Veranstalter im Wiener Tanzbetrieb schwere Fehler vor. Und Aschwanden weiß, wovon er spricht - hat er doch bis 1993 selbst ein Festival programmiert: die ersten fünf Jahre der "Tanzsprache" im WUK.

Diese Woche beginnt die 10. "Tanzsprache", durchgehend schlüssig programmiert von Tatjana Langaskova. Aschwandens Nachfolgerin ist ambitioniert und verfolgt klare ästhetische Vorstellungen; die promovierte Anglistin und Theaterwissenschaftlerin pendelt zwischen Wien und ihrer Heimatstadt Prag, wo sie am staatlichen Theaterinstitut, "einer dem Österreichischen Theatermuseum ähnlichen Organisation", arbeitet. Selbstbewußter Zusatz: "Dort bin ich eine Institution." Außerdem ist sie für die Videothek zuständig, die der nach Holland emigrierte tschechische Choreographen-Star Jiri Kylian seiner Heimat gestiftet


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