Im Wald & von der Heide

Musik: Michael von der Heide heißt wirklich so. Bei "Wien ist andersrum" ist der Schweizer Sängerknabe für die Rolle des Publikumslieblings vorgesehen.

Kultur | Richard Reich / Zürich | aus FALTER 14/99 vom 07.04.1999

Vor ein paar Jahren machten im Dunstkreis der Berliner Schaubühne die sogenannten Geschwister Pfister Furore. Vier junge Menschen, die sich als eidgenössische Waisenkinder ausgaben und herzzerreißende Lieder vortrugen, welche tränenreich die Abgründe des alpinen Emotionshaushaltes ausloteten. Alles erstunken und erlogen: Die "Pfisters" sind pure Fake-Figuren, weder unter sich verwandt noch an sich verwaist. Aber singen (und lügen) tun sie halt einfach wunderbar! Schnüff.

Wer würde nun einem schweizerischen Bänkelsänger Glauben schenken, der sich "von der Heide" nennt und behauptet, aus einem winzigen Bergdorf zu stammen und von Beruf eigentlich Krankenschwester zu sein? Eben.

Und doch ist es nichts als die Wahrheit. Michael von der Heide wurde unter genau diesem Familiennamen, der übrigens einmalig ist im schweizerischen Telefonbuch, vor genau 27 Jahren geboren, und zwar im Örtchen Amden, gelegen auf einem traurigen Bergzug oberhalb des düsteren Walensees, den der Volksmund nur


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