"Eigentlich ganz nett"

Unterhaltung: Georg Uecker, der Carsten Flöter aus der "Lindenstraße", ist zu Gast bei "Wien ist andersrum". Ein Gespräch mit dem schwulen Schauspieler und Fernsehmacher über sein Leben als schwuler Serienheld und das erste schwule TV-Magazin, über schwule Festivals und schwulen Humor.

Stadtleben | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 14/99 vom 07.04.1999

Unter falschem Namen ist Georg Uecker, 36, seit mehr als zehn Jahren der berühmteste schwule Mann Deutschlands. In der ARD-Endlosserie "Lindenstraße" spielt Uecker seit 1985 (mit einer Unterbrechung zwischen 1991 und 1995) den homosexuellen Carsten Flöter, dessen hoffnungsvolle Arztlaufbahn vor wenigen Wochen einen empfindlichen Dämpfer erlitt. Aus dem schönen Plan, die Praxis seines Stiefvaters, Dr. Dressler, zu übernehmen, wird wohl nichts: Flöter hatte sich die Doktorarbeit von einem "Ghostwriter" schreiben lassen; dieser ließ den Schwindel auffliegen, und der zutiefst enttäuschte Dressler setzte Flöter vor die Tür. Auch privat hat Carsten schon bessere Zeiten erlebt: Der Ex-Mann, mit dem er eine spektakuläre "Ehe" geschlossen hatte, hat ihn zuerst auf fieseste Art verlassen und sich anschließend womöglich umgebracht (die Sache ist immer noch nicht aufgeklärt); sein aktueller Lebenspartner ("Käthe") ist und bleibt für Flöter mehr Kumpel als Lover.

Der "wirkliche" Georg


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