Bauern & Schwule

Stadtgespräche: Auftakt der "Falter"-Stadtgespräche mit den Spitzenkandidaten zum Europäischen Parlament. Der Liberale Johannes Strohmayer im Gespräch mit Armin Thurnher. Aufgezeichnet

Politik | von Florian Klenk | aus FALTER 15/99 vom 14.04.1999

"Irgendwann", sagt Johannes Strohmayer, "habe ich im Internet so einen Spruch von Konfuzius gelesen." Wer in die Fußstapfen des anderen tritt, kann nie überholen. Strohmayer kann den Satz nachvollziehen. Er ist in viele Fußstapfen getreten. Gleich nach seiner "schrecklichen Zeit" im katholischen Internat schließt sich der Sohn einer niederösterreichischen Kleinbürgerfamilie der "Gruppe revolutionärer Marxisten" an. Der Volkswirtschafts- und Publizistikstudent diskutiert im Cafe Hawelka, studiert Adorno und Habermas.

Nach dem Studium überhäufen ihn Ministerialräte mit Auslandsstipendien. "Ich habe lange studiert, denn bis zum 30. Geburtstag braucht man nicht arbeiten." Durch Beziehungen bekommt er einen Job in der Wirtschaftskammer und macht Erfahrungen mit Österreichs Bürokratie. Beamte, die bereits um sechs im Büro sitzen, Kaffee trinken und sich um drei Uhr wieder verabschieden. "Nach zwei Wochen mußte ich mir wegen meiner Überstunden bereits drei Tage frei nehmen." Strohmayer


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