Tag der Arbeit

Verkehr: Am 1. Mai werden die Wiener Linien rund um die Uhr verkehren. Der "Tag der Arbeit" wird damit zum Einstieg ins neue Jahrtausend wie eine normaler Feiertag begangen werden.

Politik | Patrik Volf | aus FALTER 15/99 vom 14.04.1999

Der Tag wird nicht mehr derselbe sein. Keine staunenden Momente angesichts ewig leerer U-Bahn-Geleise, gepaart mit der Erkenntnis, daß es sich wohl um den Tag der Arbeit handeln müsse. Die Tramway am Ring wird aber dennoch nicht zum ersten Mal in ihrer Geschichte an den Aufmarschierenden vorbeiziehen und vielleicht aus Solidarität einmal klingeln (Ausnahmen müssen sein, schon für die Sicherheit der Aufmarschierer). Mit mehr als nur einem weinenden Auge verkündeten vergangene Woche Finanzstadträtin Brigitte Ederer, der Direktor der Wiener Linien, Günther Grois, und Gewerkschafter Franz Simanov die historische Einigung über die Aufhebung des freien Vormittags für die öffentlichen Verkehrsmittel am 1. Mai des Jahres. Sie exekutierten damit einen Beschluß des Gemeinderates und opferten "den einzigen freien halben Tag im Jahr" für die Bediensteten der Wiener Linien. Vergangenes Jahr war selbst die Stadtregierung noch am Widerstand der Gewerkschafter gescheitert. Sie mußten daher


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