Von Moog bis Max

Musik: Nächste Woche beginnt das Elektronik-Festival "phonoTAKTIK". Dabei wird so ziemlich jedes Gerät zu hören sein, das irgendwie zum Klingen gebracht werden kann - wie das funktioniert, wissen selbst manche Musiker nicht. Eine Einführung in den technischen Hintergrund der Wiener Elektronik-Szene.

Carsten Fastner | Kultur | aus FALTER 15/99 vom 14.04.1999

Vom harmlos-entspannten Geblubber über die ewigen Referenzen an die Siebziger bis hin zu lärmenden oder kaum noch wahrnehmbaren Klangforschungen: So breit wie das musikalische Spektrum der heimischen Elektronik-Szene ist auch das der verwendeten Geräte. Ob alte Analog-Synthesizer oder modernste Powerbooks - beim bevorstehenden Elektronik-Festival phonoTAKTIK dürfte so ziemlich jede Maschine zu hören sein, die irgendwie zum Klingen gebracht werden kann. Für die synthetische Klangerzeugung schöpfen die Musiker aus dem vollen Fundus von 70 Jahren Elektronik-Geschichte; was aber genau in der jeweiligen Kiste passiert, ist lange nicht jedem klar - auch wenn die Beschaffenheit der Klangerzeuger das musikalische Ergebnis oft wesentlich mitbestimmt.

Noch vor wenigen Jahren führten gerade in Österreich jene, die sich mit rein synthetischer Klangerzeugung und -verarbeitung auseinandersetzten, ein akademisches Schattendasein. Zwar hatten sich Synthesizer wie Yamahas DX 70 oder Rolands D 50

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