Neue Platten

Kultur | aus FALTER 15/99 vom 14.04.1999

ROCK / POP Pauline Taylor Interchord / EMI Manche Produzenten verleiden einem gute Stimmen oft durch unerträglich eitles Hervorheben ihrer technischen Möglichkeiten. Eine Jazz-Krankheit. Das weniger mehr ist, weil das Vorhandene ohnehin ausreicht, beweist das Debüt der Britin Pauline Taylor. Mit ihrer Stimme als Zentralorgan driftet sie in countryesk gefärbte, spärlich instrumentierte Balladen genauso selbstverständlich ab wie in zeitgenössischen Rhythm & Blues - der diesen Namen im Unterschied zum üblichen MTV-choreographierten Gehopse zu fadem HipHop tatsächlich verdient. Gut so. Knappe Bläser, elektronische Beats im tanzbaren Mid-Tempo-Bereich und seelenvolle Einblicke ins Innenleben Taylors verleihen dem namenlosen Album ein abwechslungsreiches und elegantes Erscheinungsbild.

Karl Fluch Pole: 2 Kiff SM / Connected Es knarzt, es zirpt - Pole ist zurück. Auch auf seinem zweiten Longplayer nutzt der in Berlin lebende Klangbastler Stefan


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige