Mode heute, Leben morgen

Mode: Zeitgenössische Mode ist nicht bloß etwas zum Anziehen, es ist ein komplexes System, das auf andere Medien ebenso selbstverständlich Bezug nimmt wie auf die Art und Weise, in der wir vielleicht schon in naher Zukunft leben werden. Der "Falter" sprach mit den Kuratoren der Ausstellung "fast forward" über die Mode in Zeiten nach dem Parka, über Kleidung als Zeichen und intelligentes Environment.

Kultur | Vitus H.Weh | aus FALTER 15/99 vom 14.04.1999

Das Künstlerhaus am Karlsplatz erwacht wieder aus seinem Winterschlaf. Nach der raffiniert melancholischen Kinoausstellung "Ghost Story" im letzten Herbst war das Haus durch das turnusmäßige Interregnum des Kunsthistorischen Museums zwar kurzfristig von der zeitgenössischen Bildfläche verschwunden, nun aber meldet es sich umso eindrucksvoller zurück. Die Schau "fast forward. Mode in den Medien der neunziger Jahre" befaßt sich mit der Image-Maschine "Lifestyle" und zeigt nicht nur 28 internationale Positionen im Bereich Mode, sondern setzt sich auch mit deren medialer Umsetzung durch Fotografie, Plakat, Film, TV, Internet und elektronische Musik auseinander. Das Spektrum reicht von bekannten Designernamen wie Yohji Yamamoto (Paris, Tokio), Diesel (Italien), Martin Margiela (Paris) und Hussein Chalayan (London) über semikünstlerisch agierende Gruppen wie Viktor&Rolf (Amsterdam), the organization for returning fashion interest (New York) und fabrics interseason (r) (Wien) bis zu radikalen


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