Surfing & Shopping: Netzleiberl im Netz

Kultur | Thomas Rottenberg | aus FALTER 15/99 vom 14.04.1999

Österreichische Unternehmer haben hervorragende Websites - aber es kauft niemand dort ein." Das sei, meint Karin Sawetz, nicht nur traurig, sondern auch der erste Schritt in einen Teufelskreis: "Weil nichts gekauft wird, bieten die Unternehmen nach kurzer Zeit auch nichts Besonderes mehr an - und dann gibt es für die Konsumenten noch weniger Anreiz, die Scheu vor dem Online-Einkauf abzulegen." Dieses Phänomen sei aber, betont die Erfinderin des ersten österreichischen Internet-Modeinformationsdienstes, keineswegs auf die Modeszene beschränkt: Webshoppingtechnisch sei Österreich ein Entwicklungsland im ohnehin unterentwickelten Europa. "Ich vergleiche die Situation immer mit der Verbreitung des Fernsehens in Österreich. Das wurde auch unterschätzt, die SPÖ hat seinerzeit sogar gemeint, sie wolle sich lieber auf das Radio konzentrieren, weil sich Fernsehen nie durchsetzen würde. Das Veränderungspotential des neuen Mediums hat damals auch niemand abschätzen können."

Daß Mode sich


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