In Kürze

Kultur | aus FALTER 15/99 vom 14.04.1999

Schödel vs. Burgtheater Der Journalist, Schriftsteller und Dramaturg Helmut Schödel, der am Wiener Schauspielhaus engagiert war und jetzt in Berlin lebt, hat am Freitag vergangener Woche damit gedroht, gegen Johann Kresniks Burgtheater-Inszenierung "Wiener Blut" eine einstweilige Verfügung zu beantragen. Begründung: In der von der Dramaturgin Uschi Otten erstellten Collage seien Textzitate aus Schödels Proksch-Buch "Ein Staat braucht einen Mörder" bzw. aus einem in der Zeit veröffentlichten Proksch-Porträt enthalten - ohne daß jemand um Genehmigung angefragt hätte. Mehr noch: In Interviews hatte Kresnik wiederholt behauptet, Schödel habe ihm die Idee für ein Proksch-Stück "gestohlen" - tatsächlich kam in dem von Schödel programmierten steirischen herbst 98 das Proksch-Stück "Sergej" von Alexander Widner zur Uraufführung. Ob Kresnik sich zu Recht bestohlen fühlt, tut allerdings nichts zur Sache. Schödel jedenfalls fühlt sich um seine Urheberrechte geprellt. "Ich hab'


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