Schwarzweiß, mon amour

Nostalgie: Ein alter Traum wird jung. SW Bregenz geht daran, im Fußball wieder erstklassig zu werden. Der offensive Stil, in dem es das tut, macht Hoffnung.

Armin Thurnher | aus FALTER 15/99 vom 14.04.1999

Warum es so kam, weiß ich nicht genau. Daß es so kam, steht fest. Seit jener Zeit, als mich mein Onkel zum erstenmal zu einem Fußballspiel mitgenommen hatte, in der Regionalliga West seligen Angedenkens, damals noch zweithöchste Spielklasse, seit einem Spiel übrigens, das ich mit nachlassender Aufmerksamkeit verfolgte, von dem ich aber meine, daß es gegen Wacker Innsbruck gewesen sein muß, ich meine mich an grünschwarze Dressen zu erinnern, in denen diese dunklen, braungebrannten Alpenmännlein steckten, während die auf unserer Seite mir doch etwas blasser, mithin zivilisierter erschienen, durch die weißen Hosen und die schwarzweiß gestreiften Hemden vielleicht auch rosaroter, nordmitteleuropäischer also, dem Kinderrassisten in mir näher, seit jenem ersten Match also, in dem man mir schon zuraunte, jener Mittelfeldspieler mit der hohen Stirn sei einst beim Uhrenschmuggeln erwischt worden, was der Sache einen noch gefährlicheren Unterton verlieh, als sie ohnehin schon hatte,


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