Sideorders: Transdanubien

Stadtleben | aus FALTER 15/99 vom 14.04.1999

Drüben ist drüben, da gibt's nichts zu rütteln. Die lokalmäßige Musik spielt auf der anderen Seite der Donau. Was bleibt, ist der Trost, daß erstens eine bei Publikum und stupiden Fernsehmagazinen gleichermaßen beliebte Fernsehserie sich hier abspielt und daß im Sommer alle Fönfrisuren, Eisenbäuche und Grillstelzen Wiens hier ihre Handtücher ausbreiten. Doch wer schaut, findet schon das eine oder andere Juwel, zum Beispiel: Buschenschank Göbel, 21., Hagenbrunner Str. 57, Tel. 294 84 20, Öffnungszeiten erfragen.

Hans Peter Göbel ist gelernter Architekt, und so sieht sein Heuriger auch aus: Industrieparkett, weiße Wände, selbstgezimmerte Tische und Bänke. Fallweise hilft in der Küche Göbels amerikanischer Weingartenarbeiter mit, der früher auf Luxusjachten und in tollen Hotels kochte. Die Rotweine sind ein Hammer. Sehenswert.

Altes Sichuan, 21., Alfred Kubin-Pl. 3-5, Tel. 258 31 01, Mo-Sa 11-23, So 17-23 Uhr.

Einer der seltsamsten Chinesen der Stadt. Der Koch ist ein Großmeister, das Lokal sieht fürchterlich aus, befindet sich mitten im Gemeindebau. Höchst interessante Sichuan-Küche, bei Vorbestellung und Angabe des Preisrahmens wird extra aufgekocht.

Goldene Zeiten, 21., Prager Str. 39, Tel. 270 05 48, tägl. 11.30-15, 17.30-23.30 Uhr.

Eines der besten China-Restaurants der Stadt, exotische Zauber-küche beim güldenen Vorstadt-Chinesen. Früher nur auf Vorbestellung, die Standard-Karte wurde jetzt aber auch schon aufgemotzt.

Hopfhaus, 22., Donaufelder Str. 241, Tel. 204 09 77, tägl. 11-1 Uhr.

Bierlokal mit leichtem Hang zum Achtziger-Design, dafür aber tolle Biere von heimischen Kleinbrauereien und witzige Speisekarte: Man kann sich Hülle und Fülle seiner Rouladen selber wählen.


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