Tier der Woche: Hundsgemein

Stadtleben | Peter Iwaniewicz: peter.iwaniewicz@blackbox.at | aus FALTER 15/99 vom 14.04.1999

Die Filmschauspielerin Liz Taylor kritisierte in einem Interview die britischen Einreisebeschränkungen für Haustiere. Da man ihren Hund namens Sugar nicht ohne längeren Aufenthalt in einer Quarantänestation einreisen ließe, würde sie als Zeichen des Protestes England sofort nach Entgegennahme eines Filmpreises wieder verlassen.

Die Filmwelt trägt's mit Fassung, nur ihr Hund soll ob ihrer mangelnden Solidarität verstimmt sein.

Die Zurückhaltung Großbritanniens hinsichtlich tierischer Immigration stammt aber erst aus diesem Jahrhundert. Zur Hochblüte des Empires lud man zu beispielgebenden Festessen, auf denen sich die Speisekarte wie eine Bestandsaufnahme der kolonialen Artenvielfalt las: Elefantenrüsselsuppe, Antilopensteak, Känguruhschinken, honduranischer Truthahn, Kanadagans etc. Man hoffte, die monotone heimische Küche zu bereichern, und träumte tatsächlich von Zebras, die auf Englands Wiesen weideten. Um den Tieren ein Leben unter den veränderten Bedingungen zu ermöglichen,


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