Und nach den Bomben?

Kommentar: Wie steht es mit der vielbeschworenen serbischen Zivilgesellschaft, die so anders ist als der serbische Staat?

Vorwort | Isolde Charim | aus FALTER 16/99 vom 21.04.1999

Die Frage, die anfangs nur die Gegner des Kosovo-Krieges gestellt haben, wird nun allerorts erhoben: Was kommt nach den Bomben? Was ist das politische Konzept dieses Krieges mit dem schönen Namen "humanitäre Intervention"? Gibt es eine politische Vision hinter den Bombenangriffen? Der amerikanische Präsident hat letzte Woche erstmals in seiner bislang längsten Rede zum Balkan vor der "American Society of Newspaper Editors" diesen Punkt angesprochen und im wesentlichen zwei Momente in diesem Zusammenhang genannt: den Einsatz eines "Marshallplans" für die Region sowie den Aufbau einer Zivilgesellschaft.

In der letzten Ausgabe der Hamburger Zeit schreibt Nikolaus Piper zu der Frage, was im Kosovo geschehen soll, wenn die Waffen schweigen: "Auf diese Frage weiß noch niemand eine Antwort. Aber bei der Suche nach ihr ist man auf ein magisches Wort gestoßen: ,Marshallplan' - magisch für die Ratlosigkeit angesichts einer fehlenden Perspektive für den Kosovo. Diese Magie soll - genährt


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