Heimat, fremde Heimat

Interview: Der frischgebackene FPÖ-Klubobmann Herbert Scheibner über Walter Meischbergers Comeback-Träume, die Nato-Bomben und seine verlorene Heimat Rudolfsheim-Fünfhaus.

Gerald John | Politik | aus FALTER 16/99 vom 21.04.1999

Falter: Viele erwarten sich von Ihnen als Klubobmann einen "Kuschelkurs". Sind Sie, in politischer Hinsicht, wirklich so verschmust?

Herbert Scheibner: Es ist verdächtig, wenn man von politischen Gegnern gelobt wird. Vielleicht hat man da was falsch gemacht. Aber ich kann alle beruhigen: Leichtes Spiel wird mit mir keiner haben.

Also doch ein Dobermann wie Ihr Vorgänger Ewald Stadler?

Hoffentlich gibt es für mich überhaupt keine Bezeichnung aus dem Tierreich. Ich habe mit niemandem persönliche Differenzen, sondern nur sachliche. In der Argumentation möchte ich hart sein, aber nicht untergriffig.

Stadler hat mit Untergriffen nicht gespart.

Jeder hat seinen eigenen Stil. Ich glaube aber, daß Stadler sehr sachlich war. Ich weiß nicht, warum man ihm immer das Gegenteil unterstellt.

Stadler ist rechtskonservativer Katholik. Wo stehen Sie ideologisch?

Diese Einstufung Stadlers wäre zu eng. Er hat zwar das katholische Segment stark bearbeitet, ist aber auch ein liberaler Mensch.

Wie bitte? Ich

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