Wienzeug

Politik | aus FALTER 16/99 vom 21.04.1999

JESsas, ein Schwuler!

Katharina Mizelli will kein Moralapostel sein. Behauptet sie zumindest. "Was Homosexuelle oder Lesben zu Hause machen, kann man ja nicht überprüfen", meint Mizelli: "Aber ich will nicht, daß meine Kinder sehen müssen, wie sich zwei Männer auf der Straße küssen." Und damit sich diese Sauereien möglichst bald wieder aufhören, hat die "Junge Europäische Studenteninitiative" (JES), deren Spitzenkandidatin Mizelli ist, für den ÖH-Wahlkampf Plakate affichieren lassen. Ein schwules Paar ist darauf zu sehen, und ein Mädchen, das nach "Mama" fragt. Dazu der Slogan "Alle sind dafür - wir nicht". "Wir sind für die traditionelle Familie", rechtfertigt die 24jährige die schwulenfeindlichen Plakate: "Homosexualität ist abnormal und zeugt von einem gestörten Sexualleben. Schwule sind oft Menschen, die nicht damit fertigwerden, daß ihre früheren, normalen Beziehungen auseinandergebrochen sind." Mizelli - sie studiert unter anderem Soziologie - kennt sich aber auch


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