Medien im Krieg

sachbuch Können Medien Kriege verursachen, können sie zum Frieden beitragen?


Armin thurnher
Medien | aus FALTER 16/99 vom 21.04.1999

Im Hochsommer 1997 war der Friedensprozeß in Bosnien-Herzegowina zum Stillstand gekommen. Diplomatische Initiativen und militärische Drohgebärden schienen insbesondere auf den extrem nationalistischen Teil der Führung der bosnischen Serben keinen Eindruck mehr zu machen. Im Gegenteil, im Fernsehen, das unter ihrer Kontrolle stand, wurden die internationalen Friedenstruppen immer öfter als Besatzer bezeichnet. Es wurden Aufnahmen von NATO-Panzern gezeigt, immer wieder unterbrochen durch Archivsequenzen von Truppen der Nazi-Besatzer im Zweiten Weltkrieg." Der deutsche Außenminister Klaus Kinkel schlug daraufhin den Einsatz von Störsendern vor, ein amerikanischer Senator schloß sich mit Details an, wie vom Fluggerät EC-130E Commando Solo direkt Hörfunk- und Fernsehprogramme an die bosnisch-serbische Bevölkerung auszustrahlen wären. Die amerikanische Zeitschrift Foreign Affairs rückte mit dem Plan einer "Informationsintervention" heraus, speziell für Gebiete, in denen ethnische

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