Mutter, Vater, Kunst

Kunst: Platz ist in der kleinsten Hütte: Auf der Suche nach neuen "locations" wurden Künstler zuletzt in einem Cafe, einer U-Bahn-Passage und in einem Simmeringer Reihenhaus fündig.

Kultur | aus FALTER 16/99 vom 21.04.1999

Manche behaupten, Wien sei als Ganzes bereits ein sehr spezifisches Milieu für Kunst. Andere verweisen auf die Zeit des Barock, dessen inszenatorischen Geist man nie mehr losgeworden sei. Tatsache ist, daß sich auch die Kunst hierzulande gerne eigenartige Orte sucht, um diese produktiv als Gesamtkunstwerkssituation zu nützen; der Wiener Kunstverein etwa verzichtet für diesen Vorteil lieber auf eine feste Spielstätte und besiedelt wechselnde Räume temporär. Der Zugriff ist dabei so unterschiedlich, wie die Gelegenheiten zahlreich sind. Während einige Initiativen wie z.B. der anwohnerorientierte "Tigerpark" oder die baustellenorientierte Performance-Reihe "Construction Sounds" zentral ihren Ort thematisier(t)en, hat sich bei anderen die eigenwillige Atmosphäre eher aus einem Provisorium ergeben.

Cafe Amerling Das Cafe Amerling ist das Clublokal von Art, Music & Environment, einem veritablen Verein, der die Schnittstelle von Kunst, DJ-Culture und urbanem Lifestyle sein will.


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