Der Chef rentet sich selbst

Neues Lokal: Oliver Hoffinger, Hans Dampf und jugendliche Koch-Hoffnung, eröffnete ein neues Lokal am Spittelberg.


Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 16/99 vom 21.04.1999

Der Lebenslauf so manches Jungkochs birgt erstaunliche Stationen, der des 28jährigen Oliver Hoffinger aber schlägt Haken wie ein Kaninchen auf der Flucht: Bei einer seiner ersten Anstellungen verließ ihn im Haas-Haus-Do&Co schnell die Lust, weshalb er beim Turek Jeans verkaufte. Bald bemerkte er, daß ihm Leute schnell mal auf die Nerven gehen, und er sehnte sich wieder nach der einsamen Abgeschiedenheit einer Küche. Also kochte er im Goldenen Strauß in Dürnstein (Vorgängerlokal vom Perauer in der Zieglergasse!), gelangte ins Team des Vincent, wo er nach einiger Zeit Souschef des großen Meisters Meinrad Neunkirchner und schließlich selbst Chefkoch wurde, nachdem der Meister ins Academie übersiedelte. Hoffinger folgte ihm dorthin, dann winkte eine Chance, bei Puck in Hollywood zu kochen, die Arbeitserlaubnis ließ jedoch auf sich warten, dafür wurde er ausgeraubt und sehnte sich also wieder nach zu Hause. Vorigen Sommer managte er das Essen auf der Bühne in der Krieau, im Herbst

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