Vor 20 Jahren im Falter

Vorwort | aus FALTER 17/99 vom 28.04.1999

... stellte das Proponentenkomitee "Freiheit der Kunst in Österreich" 30 Fragen zu Kulturpolitik in Österreich an Künstler und Engagierte. Fragen, die an Aktualität nichts verloren haben.

Gibt es eine Freiheit der Kunst? Wo gibt es sie - wo nicht? Wie wird Kultur gesteuert? Wer bestimmt, was Kunst - was nicht Kunst ist? Bestimmt es die Bevölkerung? Bestimmen es die Beamten? Oder die Politiker, ihre Manager und Beamtenkünstler? Welche Rolle spielt der Kunstmarkt? Wodurch unterscheidet er sich von einem anderen Markt? Wie kann der Kunstmarkt manipuliert werden? Wie wird der Kunstmarkt subventioniert? Wer subventioniert wen, mit welchen Mitteln, zu welchem Zweck? Wie hoch sind die Subventionen? Wer darf bei subventionierten Veranstaltungen wie den Wiener Festwochen mitmachen, und wer nicht? Sind die, die subventioniert, immer wieder ausgestellt werden und Staatsposten bekommen "die Talentierten"? Sind die anderen "die Untalentierten"? Jurien werden nicht demokratisch "von unten" gewählt, sondern "von oben" eingesetzt. Finden Sie das auch so selbstverständlich? Warum sind die Jurien meist geheim? Warum sind nur Sport-Jurien nicht geheim? Sind die Juroren der Eislaufmeisterschaften mutiger als die der "Kunstmeisterschaften"? Warum gibt es keinen Kunstverband, der unsoziale und undemokratische Einrichtungen verhindert? Warum werden die Bestrebungen, einen Dachverband der Künstler zu gründen, immer wieder torpediert? Wer will weder eine Künstlergewerkschaft für alle Künstler noch einen öffentlich-rechtlichen Dachverband? Stimmt die Behauptung, die Künstler wären uneinig, oder ist dies eine Ausrede? Wie teilt man Künstler in verschiedene Lager? Wie denken die Kulturpolitiker darüber? Was sagen die Kulturpolitiker vor Wahlen und was danach? Was wird von ihnen versprochen und was gehalten? Kann man die Dinge ändern?


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