"Die Nato ist uns Wurscht"

Interview: Wiens Bürgermeister Michael Häupl über das Ende der Neutralität, das Quotenproblem der SPÖ, das versteckte Museumsquartier und die Gründe, warum er keinen Spindoktor braucht.

Politik | Gerald John und Armin Thurnher | aus FALTER 17/99 vom 28.04.1999

Vergangenes Wochenende der Parteitag, nun der 1. Mai: Der Wiener Bürgermeister und SP-Chef Michael Häupl hat derzeit genügend Möglichkeiten, die Genossen auf die nahenden Wahlen einzuschwören. Zuletzt richtete sich die Streitlust von Häupl & Co. wegen der Bestellung von Hans-Peter Martin als Spitzenkandidaten für die Europa-Wahlen allerdings gegen den eigenen Bundesgeschäftsführer Andreas Rudas. Und auch Bundeskanzler Viktor Klimas Moratorium zur Neutralität will Häupl, Nummer zwei der SPÖ, nicht ganz als solches verstehen.

Falter: Herr Bürgermeister, dürfen wir mit Ihnen über die Neutralität diskutieren?

Häupl: Warum nicht?

Ihr Parteivorsitzender Viktor Klima will die Neutralität doch für fünf Jahre außer Streit stellen.

Außer Streit, nicht außer Diskussion!

Wenn Sie sich zu dieser Frage äußern, ist abzusehen, daß der Streit zwischen den Parteien weitergeht.

Bei Gott - ich bin ja nicht der erste. Ich halte die Absicht des Kanzlers für redlich. Aber es war absehbar,


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