Last Picture Show

Theater: Was von 13 Jahren Claus Peymann am Burgtheater bleiben wird, sind 1348 Seiten bedrucktes Papier: Demnächst erscheint die monumentale Chronik "Weltkomödie Österreich". Ein Besuch in der Redaktion.

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 17/99 vom 28.04.1999

Die Ära Peymann ist auch an den Wohnzimmern der Burgtheaterbesucher nicht spurlos vorübergegangen. Die Programmbücher, die zu den Aufführungen herausgebracht wurden, waren zu umfangreich und wertvoll, als daß man sie einfach wegwerfen hätte können (Rekord waren die 630 Seiten, die zu "König Ottokars Glück und Ende" geliefert wurden). Sie landeten im Bücherregal, wo sie, je nach Theaterbesuchsfrequenz, dementsprechend viel Platz einnehmen. Gut 200 Programmbücher hat die Dramaturgie des Burgtheaters in den vergangenen 13 Jahren produziert. Und das war noch lange nicht alles.

Seit mehr als einem halben Jahr ist die gesamte Dramaturgie des Burgtheaters mit der Vorbereitung einer Inszenierung beschäftigt, die nie auf die Bühne kommen wird. Gemeint ist das monumentale Buchprojekt "Weltkomödie Österreich", das die Ära Peymann in zwei Bänden und auf insgesamt 1348 Seiten dokumentieren soll. Bereits seit Mitte Dezember wird die Werbetrommel gerührt; beinahe wöchentlich wurden Presseaussendungen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige