Nichts ist sicher!

Tanz: Der portugiesische Avantgarde-Choreograph und Theoretiker Joao Fiadeiro zeigt am Ende der "Tanzsprache" im WUK ein Selbstporträt.

Kultur | Helmut Ploebst | aus FALTER 17/99 vom 28.04.1999

Verträgt Kunst Theorie, oder steht das Denken der Kunst im Weg? Der 34jährige portugiesische Choreograph Joao Fiadeiro lehrt zweitberuflich Improvisation an der Universität Lissabon und verkörpert die Frage: Vermag ein Intellektueller künstlerisch aus dem Vollen zu schöpfen? Mit seiner alles andere als blutleeren Soloperformance "Self(ish) Portrait" zeigt Fiadeiro, wie zumindest er es kann.

Seine Karriere ist ungewöhnlich. Der erste bemerkenswerte Wechsel in seinem Leben war der vom Schwimmsportler zum Ballettänzer. Fiadeiro stieß zur renommierten Compagnie des Gulbenkian-Balletts in Lissabon und tanzte dort bis zum zweiten großen Wendepunkt: Zusammen mit der Gulbenkian-Ballerina Vera Mantero, die heute eine der gefragtesten experimentellen Tanzperformerinnen ist, dem auch in Wien bekannten Francisco Camacho und anderen gründete Fiadeiro ein Forum für künstlerische Diskussion, "Pos d'Arte". Die Künstler dieser Gruppe wurden während eines vom Gulbenkian-Ballett organisierten


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