The Making of Weißbuch

Kulturpolitik: Mit dem "Weißbuch zur Reform der Kulturpolitik in Österreich" haben Kunstkanzler und Kunststaatssekretär eine grundlegende und seit eineinhalb Jahren intensiv diskutierte "Analyse des Ist-Zustandes" in Auftrag gegeben. Im Mai soll sie endlich der Öffentlichkeit vorgelegt werden.

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 17/99 vom 28.04.1999

Ende März war Kunststaatssekretär Peter Wittmann bester Laune. In einem Interview mit der Presseagentur APA dementierte er jedes Gerücht etwaiger Amtsmüdigkeit, gestand, "unheimlich Spaß" an seiner Arbeit zu haben - und verlieh seiner Entschlossenheit Ausdruck, sein eigener Nachfolger zu werden, vorzugsweise als Kunstminister.

Wittmanns Tatendrang scheint sich freilich nicht immer nach außen mitzuteilen. Gerhard Ruiss, als Generalsekretär der IG Autoren exponiertester und umtriebigster Interessenvertreter der Künstler und als solcher permanenter Gesprächs- und Verhandlungspartner Wittmanns, hat von dem angekündigten Funkenflug (Wittmann: "Wir sprühen vor Kreativität!") nicht viel gemerkt. Die Verhandlungen um die Künstlersozialversicherung seien festgefahren, die juridisch detaillierten Vorschläge von Künstlerseite zum Medien- und zum Urheberrechtspaket lägen seit Dezember vor, und beim Steuerpaket seien allenfalls Details abgeklärt.

Daß sich nichts bewegt, kann dennoch


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