Sideorders: Straßencafes

Stadtleben | aus FALTER 17/99 vom 28.04.1999

Das Straßencafe sei hier durch folgende Merkmale definiert: ein bißchen modern; an einer Frequenzlage gelegen, die Beobachtung von Passanten ermöglicht; Snacks und Kleinigkeiten, Drinks und Kaffee; große Markisen oder zumindest Sonnenschirme; überhaupt ein bißchen Paris und Rom, Wien eher weniger. An folgendenPlätzen treffen viele dieser Merkmale zu: Bar Italia, 6., Mariahilfer Str. 19- 21, Tel. 585 28 38, tägl. 9.30-2 Uhr.

Prototyp der modern gestylten Tagesbar mit gutem Espresso, Wein und Bier, italienisch inspirierten Snacks von erfreulicher Qualität und vor allem einer Menge Tische auf der Mariahilfer Straße. Warum die nicht voller solcher oder ähnlicher Lokale ist? Keine Ahnung.

Segafredo, 1., Graben 29, Tel. 533 50 25, tägl. 8-24 Uhr.

Pionier, was italienische Espresso-Kultur und Tramezzini-Kult anbelangt. Kaffee gibt's mittlerweile besseren, Sandwiches auch, Styling detto. Die Location ist aber immer noch erstklassig, der Garten komischerweise immer viel voller als der vom Chattanooga oder vom Europa. Paradebeispiel eines Straßencafes.

Zanoni, 1., Lugeck 7, Tel. 512 79 79, tägl. 7.30-24 Uhr.

Die Auswahl bunter Eissorten ist riesig, die Qualität zumindest ganz okay. Die platzgreifende Markise schützt Omi beim Eiskaffee und Backfisch beim Red-Bull-Gelato gleichermaßen vor klimatischem Unbill; sehr demokratisch, sehr italienisch, gegen Sperrstunde werden die Portionen sehr groß.

Salzamt, 1., Ruprechtspl. 1, Tel. 533 53 32, tägl. 17-4 Uhr.

Nach wie vor ungeschlagen im Bermuda-Dreieck. Wenngleich als frühes Czech-Werk auch innerlich interessant, sind die Tische draußen einfach die supereren. Auch Vormittagsbetrieb wäre fein.


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