Hallo Piazza!

Stadtgestaltung: Wiens Innenstadtplätze sind groß und schön, aber in der Regel nur bessere Parkplätze mit denkmalgeschützter Möblierung. Immer mehr Wiener blicken neidvoll nach Italien und träumen von mediterranen Piazza-Szenarien.

Politik | Thomas Rottenberg | aus FALTER 18/99 vom 05.05.1999

Geh doch nach Siena, und mach dir deine Plätze dort!" Arnold Kotz muß lachen, wenn er an seine Zeit als Stadtplaner in Innsbruck zurückdenkt. In den siebziger Jahren war das. Auf der Tagesordnung stand die Gestaltung des Domplatzes. Klotz hatte einen Traum: Wie in italienischen Städten sollte der Raum vor dem Kirchenhaus weitläufig, groß und frei sein - weitgehend unmöbliert. Klotz' Vorgesetzte konnten mit der Vision wenig anfangen. "Hier hätte ein urbaner Ort entstehen können", bedauert Klotz. Das war vor über 25 Jahren. Heute ist der Platz eine Wiese und Arnold Klotz Planungsdirektor in Wien. Den Traum von der "Italienisierung der Stadtplätze" hat er immer noch - allerdings nicht mehr allein.

"Jedesmal, wenn ich mit diesen Ideen im Bezirk oder im Rathaus vorstellig werde, gibt es freundliche Nasenlöcher", meint Helmut Hawel vom VCÖ, dem Verkehrsclub Österreich, "aber mehr auch nicht." Was der Sprecher des Öko-Mobilitätsvereines mit "diesen Ideen" meint, deckt sich weitestgehend


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige