Wienzeug

Politik | aus FALTER 18/99 vom 05.05.1999

Grüner Veitschi Nichts ist mehr wie früher. Hieß es dereinst: "Wir wern kan Richter brauchen", zieht der Wiener mittlerweile sogar wegen grünen Innenhofstauden vor Gericht. Zuletzt wegen eines üppigen Veitschi, der sich in der Danhausergasse 8 (Wieden) frech an der Feuermauer eines Innenhofes emporrankt. Zur Freude der Anrainer, aber zum Unwillen des Feuermauer-Hausbesitzers (Falter 48/98). Der klagte - nach zweijährigem Streit - die Veitschifreunde, weil er meinte, das schattenspendende Grünzeug beeinträchtige sein Eigentum und ziehe Ungeziefer an, obwohl eigens eingeholte Gutachten genau das Gegenteil bestätigten. Eine erste Verhandlung im Dezember wurde von der Richterin vor Ort und auf eine Zeit vertagt, in der der Veitschi nicht bloß ein dürres Astgerippe ist - die volle Tragweite der buschigen Angelegenheit sollte sichtbar sei. Am 15. April fand nun eine zweieinhalbstündige Ortsverhandlung statt, die mit einem - noch nicht rechtskräftigen - Vergleich endete: Der


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