Kommentar: phonoTAKTIK: Bis es irgendwie gut klingt

Carsten Fastner | Kultur | aus FALTER 18/99 vom 05.05.1999

Nichts ist unmöglich! Schnelle und billige Computer machen seit ein paar Jahren das eigene Kompaktstudio für jedermann leistbar, daneben stehen die alten Gerätschaften der letzten 70 Jahre zur freien Verfügung. Der Glaube an unbegrenzte Möglichkeiten und ungeahnte Ausdrucksweisen durch die Technik beflügelt die Wiener Elektronikszene - die Demokratisierung der Musik, der Traum vom genialen Dilettanten scheint Wirklichkeit zu werden!

Die Einschätzung der neuen elektronischen Musik made in Austria ist euphorisch. Immerhin: Der Enthusiasmus ist groß - fast schon wie bei Opernfanatikern, die sich stundenlang für Stehplätze anstellen. Um an Freikarten für die phonoTAKTIK zu kommen, ließen die Elektronikfreaks gerade ein verschrobenes und elitäres Internet-Vertriebssystem, inklusive Erfassung persönlicher Daten, über sich ergehen. Im Rahmen der großangelegten Veranstaltungsreihe wurde ihnen dann ein Querschnitt durch das aktuelle elektronische Schaffen geboten - von analogem Easy-Listening

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