Das Labor des Dr. Le Roy/Performance-Termine: Appetit auf Wahlverwandtschaften

Kultur | aus FALTER 18/99 vom 05.05.1999

alie/n a[c]tion Das 1992 herausgekommene abendfüllende Stück von William Forsythe zeigt, daß es auch heute "politisches" Ballett geben kann. Xenophobie und Umweltzerstörung sind fundamentale Brüche in der inneren und äußeren Umgebung des menschlichen Körpers und, so gesehen, ein ideales Thema für Tanz.

Theater an der Wien, 19. bis 21.5., 19.30 Uhr.

Subject of study Die ehemalige Tänzerin Ulrike Grossarth hat eine Methode entwickelt, in der "die Bewegung als Prinzip der sich ständig wandelnden Form" analysiert wird. Sie präsentiert ihre Arbeit mit Körpern als "Organen des Denkens und Handelns" auf zwei Ebenen: in Form der Aktion "Subject of Study" und im Rahmen der Ausstellung "rot/grün, grau" (2.6. bis 4.7.).

MAK, 1.6., 20.30 Uhr, und 2.6., 18.30 Uhr.

Wahlverwandtschaften Ein Streifzug durch einen Performancebau. Mehr als 20 Künstler und Gruppen treten an einem langen Abend auf, infiltrieren, besetzen das gesamte Gebäude, bilden Verknüpfungen, werden vom Publikum besucht. Im Einsatz sind u.a. Tony Oursler, Gabriel Orozco mit Richard Dorfmeister und Rupert Huber, Jerome Bel, Sabotage Communications, Lux.Flux & Saira Blanche Theatre, Maurizio Cattelan und die Theatergroep Hollandia.

Sofiensäle, 28. und 29.5., 19 Uhr (Karten nur noch für die Programme ab 21.30 Uhr erhältlich).

Appetite Diese Kooperation zwischen der Choreographin Meg Stuart und der bildenden Künstlerin Ann Hamilton stellt sich als überraschend leicht vor, als absurder Tanz um alte und neue Kleider, das Ver- und Entdecken am Rande eines existentiellen Abgrunds. Mit dabei im Ensemble Damaged Goods ist die ausgezeichnete österreichische Tänzerin Milli Bitterli.

Sofiensäle, 4. bis 6.6., 20 Uhr.


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