Rock me, Amadeus

Festwochen-Musiktheater: Wolfgang Staribacher hat Mozarts Oper "Il re pastore" bearbeitet. Herausgekommen sind dabei Mozart-Coverversionen zwischen Rock- und Volksmusik.

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 18/99 vom 05.05.1999

Mozarts Musik habe Groove und Funk, seine Sinfonien seien Rock 'n' Roll, voller Energie und Kraft - Wolfgang Staribacher klingt fast schon wie Friedrich Gulda, wenn er von dem Komponisten spricht, den Gulda zum "Weltmeister" gekürt hat. Als er früher mit seinem Akkordeon in Italien Straßenmusik machte und dabei auch Mozart spielte, habe er gemerkt, "wie funky das eigentlich ist". Diese Musik, die ihn so begeistert, wollte er nicht nur klassischen Orchestern überlassen: "Bei dem Lautstärke-Level, den wir heute gewöhnt sind, merkt im Konzertsaal doch kein Mensch mehr, wie sehr das eigentlich fetzt."

Also hat sich Staribacher gemeinsam mit der Dramaturgin Claudia Weinzierl für die Festwochen Mozarts frühe Oper "Il re pastore" vorgenommen und auf seine Art zu "König des Glücks" bearbeitet. Viel ist dabei von dem die Habsburger verherrlichenden Singspiel nicht übriggeblieben; von Mozarts musikalischer Essenz, findet der Arrangeur, allerdings schon. "Wir haben zwar die Bezeichnungen


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