Schlögl, den ich meine

Seinesgleichen Geschieht: Zum besseren Verständnis: Warum ich gegen den Rücktritt des Innenministers bin.

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 19/99 vom 12.05.1999

Im Fall Marcus Omafuma ist das letzte Wort noch lange nicht gesprochen. Beim derzeitigen Erkenntnisstand bleibe ich dabei: Minister Schlögl soll nicht zurücktreten. Meinetwegen soll ihm geglaubt werden, daß er selbst nichts wußte, von mir aus sogar, daß er nicht wissen konnte, was er vielleicht hätte wissen müssen.

Es ist mittlerweile ja einiges zutage getreten. Es wird noch mehr zutage treten. Es wird sich zeigen, daß Spitzenbeamte über die Praktiken, die zum Tod Omafumas führten, Bescheid wußten. Es gibt die Aussage eines leitenden Angestellten einer Fluglinie, die sich aufgrund dieser Praktiken weigerte, die Abtransporte von Schubhäftlingen aus Österreich weiterhin durchzuführen. Glaubt man ihm, wurde er darauf hingewiesen, daß er als österreichischer Staatsbürger sich seiner Pflicht nicht entziehen könne. Der Mann, der ihm dies in Gesprächen klarmachte, war nach seinen Aussagen Sektionschef Manfred Matzka. Matzka selbst bestreitet das. Der Sachverhalt wird sich aufklären


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