"Sehr verbunden"

Marcus O.: Hohe Vertreter der italienischen Fluglinie Alitalia behaupten, Sektionschef Manfred Matzka bei einem geheimen Treffen über die Klebemethoden der Fremdenpolizei informiert zu haben. Das Innenministerium hat massiven Erklärungsbedarf.

Politik | Florian Klenk und Nina Weissensteiner | aus FALTER 19/99 vom 12.05.1999

Einen letzten Versuch wollte Manfred Matzka am 27. Februar 1998 starten. Die um die Menschenwürde besorgte Führungscrew der italienischen Airline Alitalia hatte genug vom polizeilichen Umgang mit den Problemkunden, die ihr die Republik Österreich bis dahin aufdrängte. Immer mehr Piloten weigerten sich, geknebelte und gefesselte Schubhäftlinge mitzunehmen. Daher hatten die Italiener das Innenministerium davon in Kenntnis gesetzt, ab sofort keine Schubhäftlinge mehr ausfliegen zu wollen. Manfred Matzka, Sektionschef für das Fremdenwesen im Innenressort und Minister Schlögls rechte Hand in Flüchtlingsfragen, bat einen für die Durchführung der Abschiebungen zuständigen Mitarbeiter der Fluglinie daher in einem Schreiben zu einem persönlichen Gespräch: "Ich bin überzeugt davon, daß es im direkten Gespräch möglich sein wird, im gegenseitigen Interesse eine Lösung der allenfalls aufgetretenen Probleme zu finden, und verbleibe im Vertrauen darauf."

Das Gespräch in der Herrengasse


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