Dem Kurtl sein Trainer

Wien-Mythos: Günter Brödl, Kriminalschriftsteller, "Asterix"-Übersetzer, vor allem aber Erfinder, Songtexter und Chefbetreuer von Kurt Ostbahn, wird runde Fünfzig. Der "Falter" versuchte, die Lebenswege Brödls und des Ostbahn-Kurti auseinanderzuhalten.

Kultur | Andrea Dusl | aus FALTER 19/99 vom 12.05.1999

Mein Name ist Ostbahn", stellt sich der Held des Romans "Kopfschuß" vor, "Kurt Ostbahn, und ich komme aus der Reindorfgasse in Wien-Fünfhaus, wo ich im dritten Stock des Zwölferhauses eine generalsanierte Altbauwohnung bewohne, wenn ich nicht grad' acht Monate im Jahr auf Tournee oder bei Ricky Gold in Ollersbach im Tonstudio bin."

Wien-Fünfhaus, Rudolfsheim-Fünfhaus oder einfach Fünfhaus ist ziemlich verwirrend. Fünfhaus ist der fünfzehnte Bezirk, dessen Hauptstraße die Sechshauser Straße ist, wohingegen die (äußere) Mariahilfer Straße als prominenteste Straße des Bezirks gelten muß. Die Reindorfgasse hingegen kennt niemand. Es ist nicht leicht, die Reindorfgasse zu finden. Die Reindorfgasse aber muß finden, wer Günter Brödl treffen will. Die Reindorfgasse oder die Kanareninsel Teneriffa. Diese beiden Weltgegenden nehmen im Kosmos eines gewissen Kurt Ostbahn einen privilegierten Platz ein.

Selbst eindeutig als Eingeborene zu identifizierende Menschen, die in Trainingshose


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