In Kürze

Kultur | aus FALTER 19/99 vom 12.05.1999

Aufführung gefährdet Unter dem Titel "Verhandlungsunfähig - Der Herr Dr. Gross" ist für nächste Woche eine Produktion der freien Gruppe Sinnpause angekündigt, um die es im Vorfeld heftige Kontroversen gab. Ausgangspunkt der von Dominik Castell (Regie) und Günter Rupp (Dramaturgie) verantworteten Aufführung ist ein vergangenen November im profil erschienenes Interview mit dem Psychiater, der unter dem Verdacht steht, für die Tötung zahlreicher Kinder in der Wiener Klinik "Am Spiegelgrund" zur Nazi-Zeit mitverantwortlich zu sein. Strittiger Punkt ist ein von Rupp geschriebener Prolog, in dem der in Buchform veröffentlichte Bericht eines Spiegelgrund-Überlebenden unter anderem als "obszöne Schmiererei" bezeichnet wird. Wolfgang Neugebauer, Leiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes, ist "über diese Diffamierung eines NS-Opfers empört" und appelliert an das Kulturamt der Stadt Wien, die Förderung des Projektes "nochmals zu prüfen". Auch profil distanziert


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