Edith Klinger: "Ich bin müde"

Edith Klinger über das ewige Dirndl, über die Popscherln von den Katzerln und den Hunderln und darüber, daß sie ihren Onkel schon als Dreijährige schlagen wollte, weil er Zecken und Gelsen in den Ofen getan hat.

Stadtleben | aus FALTER 19/99 vom 12.05.1999

Edith Klinger: Fragen Sie. Kummer bin ich gewöhnt.

Falter: In den mittlerweile fast 800 "Wer will mich?"-Sendungen ist es um mehr gegangen als nur darum, Tiere anzubringen.

"Wer will mich?" ist eine Werbung für die Tierliebe. Es schauen ja viele Leute zu, die überhaupt kein Tier wollen oder brauchen. Viele Fernsehstationen haben mir das nachgemacht. Je mehr das machen, desto mehr Tiere haben eine Chance auf ein besseres Leben.

Ich muß ja noch den ganzen Sonntag von acht Uhr früh bis am Abend am Telefon sitzen, bis ich alle Tiere an den Mann und die Frau gebracht habe.

Die Edith Klinger im Dirndl gibt es ausschließlich im Fernsehen zu sehen?

Das stimmt. Das ist eine reine Ökonomie-Sache. Ich habe das Dirndl gewählt, als ich vor 18 Jahren beim ORF begonnen habe, weil ich wußte, daß ich jedesmal etwas anderes anziehen muß und daß die mir das nicht bezahlen. Da habe ich mir gedacht, das beste ist, ich kauf' mir ein Dirndl. Daraus sind dann mehrere geworden, die wechsle ich immer ab.


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