TIER DER WOCHE: Kastenwesen

Stadtleben | Peter Iwaniewicz: peter.iwaniewicz@blackbox.at | aus FALTER 19/99 vom 12.05.1999

Lesersörrvice", gurrt die Ressortkommandantin und legt mir folgende Anfrage ins Postfach: Herr H. aus Wien beherbergte im Sommer ein "seltsames Insekt, das einer langgezogenen Wespe ähnlich sah und in meinem Kasten aus- und einflog." Erst im Herbst (sehr rücksichtsvoll) öffnete er das dort von ihr erbaute mörtelartige Nest und entdeckte darin lauter tote Spinnen. Als er nun beim Frühjahrsputz das Grabmal des unbekannten Insekts wiederfand, plagten ihn die Neugier sowie der Wunsch nach etwas Leserbriefschreiberei.

Das klingt interessant und nach einer guten Gelegenheit, die p.t. Leserschaft nicht nur über die Mysterien der Tierwelt zu informieren, sondern auch auf den arterhaltenden Aspekt hinzuweisen, der sich bei nur gelegentlicher Reinigung des Kastens einstellt.

Bei dem Flugobjekt handelte es sich um ein Geziefer aus der Familie der Grabwespen (Sphecidae). Die Beutetiere - in diesem Fall Spinnen - werden durch einen Stich mit dem Giftstachel paralysiert, ins Nest geschleppt und


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