Back to Klagenfurt

Musik: Auf ihrem Album "Love Junkies" kombiniert die österreichische Gitarrenrockband Naked Lunch harmonische Melodien mit tristen Texten.

Kultur | Walter Pontis | aus FALTER 19/99 vom 12.05.1999

Zweifellos könnte man der Spaßkultur - mit derart feinen, mitunter an die Beatles sowie an aktuelle Britpopbands gemahnenden Melodien - harmonischere Stimmungsbilder servieren, als es die umtriebige Gitarrenrockband Naked Lunch auf ihrer soeben erschienenen CD tun. "Love Junkies" ist ihr zweites Album auf dem Major-Label Mercury und wartet durchwegs mit desillusionierten Texten auf: "I better go and hang myself" heißt es einmal in dem Song "Disco Sadness". Nach dem kommerziell enttäuschenden Major-Debüt "Superstardom" (1997) lautet das Leitmotiv nunmehr: "Everybody wants a second chance for a third romance in a fifth dimension".

Die 1990 in Klagenfurt gegründete Band Naked Lunch bekam (nach Veröffentlichungen auf dem deutschen Independent-Label Big Store und reger Tour-Tätigkeit) Mitte der neunziger Jahre plötzlich Oberwasser: Die britische Band My Bloody Valentine war von Naked-Lunch derart begeistert, daß sie für die Österreicher den Kontakt zu britischen Major-Labels herstellten.


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