Pingpong mit Bruno

Kunst: Pierre Huyghe lädt in der Secession zu verschiedenen Zeitreisen ein.

Patricia Grzonka | Kultur | aus FALTER 19/99 vom 12.05.1999

Leer und spröde präsentiert sich zur Zeit der Hauptraum der Wiener Secession. Mit gerade mal drei immateriellen Werken wurde die Ausstellung vom französischen Künstler Pierre Huyghe bestückt: mit zwei auf die Wand projizierten Filmarbeiten und einem Deckenlichtspiel. Die Deckenarbeit ist eine Variation des brontosaurischen Computerspiels "Pong" von Atari aus dem Jahr 1974. Das Spielfeld wurde auf Raumhöhe verlegt, es besteht aus gerasterten Glasplatten, die je nach Betätigung des Schaltknopfs zum Leuchten gebracht werden; elektronisches Deckenpingpong für zwei Personen.

Diese interaktive Installation ist Teil einer neueren Serie, in der sich Pierre Huyghe mit Aspekten der Arbeitszeit und der Freizeitkultur beschäftigt. Das Spektakel, das mit dem Ausstellungsbesuch vielleicht verbunden wird, erfährt durch die kühle und elegante Inszenierung des Spiels eine wirksame Dämpfung. Man könnte Pierre Huyghe (dessen Länder-Pavillon auf der 1997er Biennale von Venedig ausgezeichnet wurde)

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